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Am Todestag Gedenkstein geschändet

Vor neun Jahren wurde in Guben der algerische Asylbewerber von Rechtsradikalen zu Tode gehetzt. Jetzt, am Gedenktag, wurde das Grab von Farid Guendoul alias Omar Ben Noui zum wiederholten Mal geschändet.

Wie das Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) mitteilt, wurden drei am Mittwoch zum neunten Jahrestag der Tat niedergelegte Blumengebinde und zwei Kerzen zertreten. Zudem ist der Stein mit Bier übergossen worden. Angaben zu den Tätern gibt es bisher nicht.

Am 13. Februar 1999 hatten 15 Rechtsradikale den 28-Jährigen in den Tod gehetzt. Omar Ben Noui hatte auf der Flucht vor einer grölenden Horde Rechtsextremer eine Haustürscheibe eingetreten, sich dabei eine Schlagader zerschnitten und war verblutet. Kein bewohner des Hauses half. Der nach der Tat in Guben aufgestellte Gedenkstein war in der Vergangenheit wiederholt geschändet worden.

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