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DVU

1971 als Verein gegründet, agiert die DVU (Deutsche Volksunion) seit 1987 unter der Führung des Münchner Millionärs Dr. Gerhard Frey. Die Mitgliederzahl beträgt etwa 15.000. Das Parteiorgan "National-Zeitung – Deutsche Wochen-Zeitung (NZ)" erscheint wöchentlich.

Neben kleineren Erfolgen bei Landtagswahlen erzielte die DVU 1998 bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt mit einem Zweitstimmenanteil von 12,9 Prozent das bisher beste Wahlergebnis einer rechtsextremen Partei in der BRD.

An diesen Erfolg konnte aufgrund schlecht ausgebildeter Parteistrukturen und der zentralistischen Ausrichtung jeglicher Politik an ihren Parteivorsitzenden Frey nicht angeknüpft werden. Bei diversen Wahlen – so auch zur Bundestagswahl 2002 – trat die DVU erst gar nicht mehr an. Mit der "National-Zeitung – Deutsche Wochen-Zeitung" (NZ) und anderer Publikationen aus dem Hause des Verlegers Dr. Gerhard Frey wird dennoch agitatorischer Einfluss auf das rechtsextreme Potential in der Bevölkerung genommen.

Die DVU vertritt revisionistische Positionen, fährt Kampagnen zur Rehabilitierung des Nationalsozialismus, lässt international bekannte Holocaust-Leugner auf ihren Veranstaltungen sprechen.

Formal bekennt sich die DVU zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, will jedoch die Gültigkeit der allgemeinen Grund- und Menschenrechte auf Deutsche beschränkt sehen. Rassistisches Lieblingsthemen der DVU sind völlig verzerrte Darstellungen von Asylmissbrauch und Ausländerkriminalität. Außerdem vertritt sie antisemitische Positionen, postuliert etwa "jüdische Weltverschwörung".

mut-gegen-rechte-gewalt.de

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